Konzept Vereinssport

Bedarf richtig abschätzen

Die Schließung von Bezirkssportanlagen wird mit dem Rückgang der Bevölkerungszahlen begründet. Viele Vereine, auch die TG Neuss, wachsen nicht mehr oder kämpfen sogar gegen rückläufige Mitgliederzahlen. Auch der Tennisboom ist vorbei.

Dies ist nicht der Zeitpunkt für teure zentrale Prestigebauten als Leuchtturmprojekte. Es ist Zeit, Sport und Gesundheit für möglichst viele Menschen erreichbar zu machen. Das erfordert dezentrale Anlagen.

Sportzentren und Sportparks

Um dezentrale Anlagen finanzierbar zu halten, muss der Ausbau der Anlagen und ihre Nutzung abgestuft werden. Die bisherigen Bezirkssportanlagen können auf weniger Sportzentren konzentriert werden, die eine Infrastruktur für Vereine erhalten: Bestehende Sporthallen werden renoviert, Umkleiden und Duschen modernisiert. Mehrere Vereine sollten dieselben Gebäude teilen können, um auch kleinen Vereinen und Nischensportarten Zugang zu zeitgemäßer Ausstattung zu geben.

Die übrigen bisherigen Bezirkssportanlagen werden Sportparks. Sie erhalten Außenanlagen für Leichtathletik, Fußball und andere Außensportarten, ebenso geschlossene Abstellmöglichkeiten für Ausrüstung. Verzichtet wird dort auf Innenräume, Umkleiden und Duschen. Das macht diese Sportparks finanzierbar – auch an 16 Standorten in Neuss.

Das neue Jahnstadion

Die Sportstudie zeigt, dass das Jahnstadion (ohne das Tennis- und Hockeygelände) vom Freizeitsport, vom Fußball der DJK Novesia und vom Schulsport geprägt ist. Es kann als Sportpark weitergeführt werden. Das historische Rasenfeld und die Laufbahn werden renoviert und sind dem Freizeitsport ebenso zugänglich wie der DJK.

Im Teil an der Jahnstraße steht die Schulnutzung gemeinsam mit neuen Freizeitsportarten im Vordergrund. Eine Boulefläche und ein Ausbau der Leichtathletikmöglichkeiten werden hier die Nutzung noch intensivieren.