Verlagerung der Sportvereine

Fußballzentrum statt Bezirkssport

Die Fußballaktivitäten der Neusserinnen und Neusser sollen in einem neuen Zentrum zusammengelegt werden, die Flächen im Stadion würden nicht mehr genutzt und zugebaut. Das mag eine gute Idee für Top-Fußballer sein, die ohnehin mit dem Auto kommen. Aber der Fußball im Jahnstadion ist Breitensport, betrieben von einem Verein (der den Umzug nicht will), von Kindern, von Freizeitkickern.

Unstreitig ist, dass Tennis und Hockey erhalten bleiben. Damit bleibt das Areal in jedem Fall eine Sportanlage, die in jedem Fall weiterhin Lärm erzeugen wird – was die bestehenden Anwohner nicht stört, aber neue Wohnbebauung unsinnig macht. Es sei denn, man spekuliert auf das Stopfen von Haushaltslöchern (die auch aus Fehlspekulation entstehen).

Zentrum für die TG Neuss

Für die TG Neuss soll in Nähe zur Jahnstraße ein Sportzentrum unter anderem mit Dreifachhalle entstehen. Da eine Halle mit großer Innentribüne in Neuss fehlt, könnte die Stadt diese mit 1500 Zuschauerplätzen ausstatten. Ein solcher großvolumiger Baukörper passt nicht in das Viertel, zerstört dessen Struktur und mutet der bei Großveranstaltungen erwiesenermaßen überlasteten Jahnstraße zusätzlichen Dauerverkehr und zusätzliche Belastungsspitzen zu. Aber auch ohne die Tribünenplätze gibt es durch Kursangebote Zufahrt- und Parkplatzprobleme.

Der Bedarf für ein solches Zentrum ist nicht sauber analysiert. Muss es ein Zentrum sein statt eines zweiten Gebäudes in Ergänzung zum Gelände an der Schorlemer Straße? Würde eine dezentrale Anordnung mit 2 oder 3 Standorten nicht viel besser den Bedarf der 5100 Mitglieder abbilden?