Neuss, Stadionviertel, Hermkes Bur, Bürgerdialog, Flüchtlingsunterbringungen und positive Entwicklungen im Jahnstadion

Die Initiative “Rettet das Jahnstadion” hat am Montag die Aufgabe übernommen im Rahmen des Bürgerdialogs der SPD die Bürger im Stadionviertel über die Planungen der Verwaltung hinsichtlich der Flüchtlingsunterbringung zu informieren.

Die beigefügte Präsentation wurde von uns vorgestellt und im Anschluss entwickelte sich eine konstruktive Diskussion. Viele Fragen konnten von uns nicht beantwortet werden, weil die Beantwortung unseres Fragenkatalogs an die Verwaltung noch aussteht.

Insgesamt waren ca. 60 Personen vor Ort. Einige mussten von draußen zuhören, da der Platz und die Sitzplätze nicht ausreichten.

Als Ergebnis für den Abend lässt sich festhalten, dass die Stimmung hinsichtlich der Aufnahme und auch der Integration der Flüchtlinge durchweg positiv im Viertel ist. Patenschaften wurden angeboten und auch ehrenamtliches Engagement hinsichtlich der Förderung und Unterstützung von Flüchtlingen und Flüchtlingskindern in Aussicht gestellt.

Die anwesenden Bürger, aber auch viele, die verhindert waren, aber das Gespräch mit uns schon gesucht haben, vermissen die „Stimmen der Grünen und der FDP“. Schon einmal haben beide mit uns Seite an Seite für die Erhaltung des Jahnstadions gekämpft. Die Bürgerschaft wartet darauf, dass Sie sich positionieren und auch eventuell Planungen korrigieren, die an dieser Stelle nicht wirklich Sinn machen.

Der Standort am Konrad-Adenauer-Ring wird begrüßt. Aber auch zu diesem Standort gibt es viele Fragen, die unbeantwortet sind. Die Nutzung der Gebäude der GWG am Glehner Weg 17 und 19 wird favorisiert – für die Bürgerschaft eine gute Lösung. Stefan Hahn Beigeordneter der Stadt Neuss (Dezernat 3 Jugend, Sport, Soziales etc.) hat aber schon signalisiert, dass max. 20 Personen untergebracht werden können, weil die GWG andere Absichten mit den schon größtenteils leer stehenden Gebäuden verfolgt.

Gegen den Standort innerhalb des Jahnstadion regt sich sehr großer Widerstand, unabhängig davon, dass es sich um einen Randbereich handelt. Gerade in dem geplanten Bereich spielen viele Kinder, Freizeitfußballer. Insbesondere in den Nachmittagsstunden oder am Wochenende – ist dieser Teil des Jahnstadion stark genutzt. Die Bürger des Stadionviertels haben sich schon 2008 vehement gegen das Ziel “Wohnen im Stadion” gewehrt, weil diese Sport- und Freizeitanlage in diesem Viertel einen hohen Wert hat. Der Standort wird auch in der nachgebesserten Form der Verwaltung von 30.5.15 (die nun ein weiteres Flurstück 1513 aufnimmt, siehe Präsentation, Folie 17) heftig kritisiert.

Insbesondere Ingeborg Arndt (Bündnis90/Die Grünen), Herr Dr. Köppen (FDP) und auch Herr Rohde(FDP) haben sich damals sehr stark für die Rettung des Jahnstadions eingesetzt und werben noch heute mit der damaligen Rettung des Jahnstadions. Thomas Nickel, Bürgermeisterkandidat der CDU hat das Jahnstadion erst kürzlich zu seiner Herzensangelegenheit erklärt.

Wir von unserer Seite haben den neuen Auftrag der Bürger angenommen und werden alle Möglichkeiten erarbeiten, hier eine andere Lösung zu suchen. Wir werden die unverzügliche Einberufung einer Bürgerversammlung der Stadt Neuss zur Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger an den Planungen der Stadt Neuss zur Errichtung von Flüchtlingsunterkünften im Stadionviertel“ offiziell beantragen.

Den noch unbeantworteten Fragenkatalog an die Verwaltung fügen wir Ihnen ebenfalls als PDF bei.

Ohne eine offene und transparente und auch nachvollziehbare Kommunikation und auch kann keine Willkommenskultur für in Not geratene Bürger entstehen. Die verantwortlichen Personen sind hier unseres Erachtens in der Pflicht frühzeitig zu informieren, um genau diese negativen Stimmungen zu verhindern.

Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und Unterstützung für das Jahnstadion.