Das Marianum-Projekt

Der Domino-Effekt in der Planung

Nach der Schließung des Priesterseminars wurde das Marianum-Gelände an den Bauverein verkauft. Dieser plante mehrere Reihen mit Bebauung im hinteren Teil, wovon die stadionzugewandte Reihe mittlerweile dank Anwohnerprotesten gekippt wurde. Damit entstand ein Finanzierungsproblem.

3000m² Grundstück wurden für 1,2 Mio. Euro offenbar an das Lukaskrankenhaus verkauft, um dort Seniorenwohnen zu ermöglichen. Der Preis von 400 Euro pro m² ist deutlich unter dem Marktüblichen in diesem Stadtviertel. Das Etienne-Krankenhaus hatte 1,4 Mio. Euro geboten und zudem Kompetenz durch bereits fünf Altenheime im Krankenhausverbund. Ob bei der Verkaufsentscheidung eine glückliche personelle Überschneidung zwischen Aufsichtsrat des Lukas-Krankenhauses und Bauverein eine Rolle gespielt hat, mag jede/r selbst beurteilen.

Die Folgen für den Verkehr

Mit 400 Personen wird durch die Wohnbebauung im Marianum gerechnet. Die Zufahrtstore des Marianums, dessen äußere Struktur berechtigt unter Denkmalschutz steht, erlauben nur eine einspurige Verkehrsführung. Daraus entsteht ein Verkehrsproblem: Wären alles vierköpfige Familien und würde jede Familie nur zweimal am Tag das Haus mit dsem Auto verlassen, kämen 400 Autobewegungen zustande. Diese sollen nun über die Jahnstraße abgeleitet werden.

Mit der Stadionbebauung lässt sich also Geld durch Grundstücksverkauf rechtfertigen und zugleich Straßen-Infrastruktur schaffen, um die Spekulation des Bauvereins im Marianumgelände durchzubringen.