Bauen / Geld / Verkehr

Noch mehr Neubaugebiete?

Die Bevölkerungszahl in Deutschland schrumpft. Neuss ist davon auch betroffen. Die Bevölkerungsprognose zeigt, dass auch in Neuss die Einwohnerzahl zurückgehen wird.

Wie kann eine Stadt sich in dieser Zeit behaupten? Indem sie sich darauf einstellt – oder indem sie sich in einen Konkurrenzkampf stürzt, um Nachbarstädten Einwohner abzujagen. Das Mittel hierfür sind Neubaugebiete: Nun ist das Stadion an der Reihe.

Dies hilft nicht dauerhaft. Die Einwohnerzahl schrumpft weiter. Die Nachbarstädte (außer Düsseldorf) werden schrumpfen. Die Leerstände bei Wohnungen und Häusern nehmen zu. Der Wert sinkt, Immobilien verwahrlosen. Der Effekt ist das Gegenteil der versprochenen “hochwertigen Bebauung”, die für das historische Stadiongelände von “33 Morgen” Fläche in Diskussion steht.

Der Finanzierungsaspekt

Ein wesentlicher Punkt für die Wohnbebauung ist das Versilbern der Grundstücksflächen. Nachdem jahrzehntelang weder das Jahnstadion noch die Jahnstraße erneuert wurden und durch Fehlspekulationen der Stadt Millionen verschwendet wurden, fehlt nun das Geld. Das Jahnstadion soll geschlossen werden, um damit die Ludwig-Wolker-Anlage zu finanzieren, die (abgesehen von Beach-Volleyball-Feld und fünf Garagen) noch schlechter in Zustand und Ausstattung ist und entsprechend hohen Investitionsbedarf hat.

Lückenschluß im Radwegenetz

Kernpunkt unserer Planung für die Verkehrsführung ist, keinen zusätzlichen Autoverkehr in der überlasteten Jahnstaße und dem Stadiongelände zu erzeugen. Die Planung ergänzt sich mit früheren Ideen des BUND und passt nahtlos in die Konzepte des ADFC. Es entsteht ein schlüssiger Plan für ein Rad- und Fußwegenetz, dass die Stärken von Neuss betont: Die Vernetzung von Grünflächen im Stadtgebiet. Sehen Sie, wie Neuss mit wenig Aufwand für Radfahrer und Fußgänger attraktiver wird.