Ausstieg

Stellen Sie sich vor, Sie werden zu einer Party eingeladen. Der Gastgeber verspricht Ihnen eine Wegbeschreibung zu senden, und den Verlauf des Abends dürfen Sie mitbestimmen. Die Wegbeschreibung kommt nie, Sie finden trotzdem hin, aber die Party hat einen vorgeplanten Ablauf, der fest durchgehalten werden soll und nicht Ihren Interessen entspricht. Würden Sie bleiben oder gehen?

Die Bürgerinitiative fühlt sich nach dem Bekanntwerden von haarsträubenden Fakten zur Finanzierung des TG-Zentrums verschaukelt. Jegliches Vertrauen in das Verfahren hat die Neusser Politik verspielt, denn:

  • Finanzplanung ist im Verfahren nicht erwünscht, außerhalb wird aber im Rahmen des Konjunkturpakets II ein TG-Zentrum für 2010 budgetiert – nahezu als Verschlußsache, jedenfalls widersprechen die Pressemitteilungen dem Antragsstand. Mehr dazu in wenigen Tagen!
  • Planungsgrundlagen und Bedarfsanalysen wurden trotz mehrerer Ratsbeschlüsse bis heute nicht zur Verfügung gestellt. Unsere Briefe an Bürgermeister und IKPS hierzu blieben unbeantwortet.
  • Das IKPS propagiert freies Denken, richtete aber durch die Moderation schon beim 1. Termin alles auf ein TG-Zentrum und die Zwangsverlagerung der Fußballvereine aus.
  • Herr Meyen warf für die TG wieder den wegen Unsinnigkeit bereits verworfenen Kindergarten ins Rennen. Am Werkstattverfahren sind die damit bedrohten Kindergärten (u.a. Libelle und Pius) aber nicht beteiligt und über diese Entwicklung bis heute nicht informiert worden.

So kurz vor der Wahl wird die Politik natürlich versuchen, die Schuld für den Ausstieg der Bürgerinitiative selbst zuzuschieben. Wir raten einmal die Argumentation: Die Initiative sei ohnehin von Anfang an nicht konstruktiv gewesen, der Sachverhalt ist anders und natürlich komplexer als von uns dargestellt, das Verfahren werde selbstverständlich mit anderen Bürgern fortgesetzt.

Im Zweifelsfall wählt sich die Politik eben ein anderes Volk.